Jahreswagen kaufen und den größten Wertverlust sparen
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Ein fast neues Auto zum spürbar niedrigeren Preis, das ist die Idee hinter dem Jahreswagen. Er hat den teuersten Teil seines Autolebens schon hinter sich, nämlich den steilen Wertverlust im ersten Jahr. Für Käufer ist das eine der günstigsten Möglichkeiten, an ein modernes Auto zu kommen. Worauf es dabei ankommt, klären wir hier.
Was genau ist ein Jahreswagen?
Ein Jahreswagen ist ein Fahrzeug, dessen Erstzulassung höchstens zwölf Monate zurückliegt. Meist ist er wenig gefahren und stammt aus dem Fuhrpark eines Herstellers, von Mitarbeitern oder aus einem Leasingvertrag. Rechtlich ist er ein Gebrauchtwagen, denn Sie sind nicht der erste eingetragene Halter.
Vom Jahreswagen abzugrenzen sind ein paar Verwandte. Eine Tageszulassung wird nur für kurze Zeit angemeldet und hat praktisch keine Kilometer. Ein Vorführwagen lief beim Händler für Probefahrten und hat entsprechend mehr auf der Uhr. Ein EU-Reimport dagegen kommt als echter Neuwagen mit null Kilometern ins Land.
Wie viel sparen Sie gegenüber dem Neuwagen?
Hier liegt der eigentliche Reiz. Ein Neuwagen verliert laut ADAC schon im ersten Jahr im Schnitt 20 bis 25 Prozent an Wert, in einigen Fällen mehr. Genau diesen Sprung nimmt beim Jahreswagen der Vorbesitzer mit. Sie steigen erst danach ein, wenn die Kurve deutlich flacher verläuft.
In der Praxis liegt ein Jahreswagen häufig rund 30 Prozent unter dem Listenpreis des vergleichbaren Neuwagens. Bei einem Auto mit 35.000 Euro Neupreis sind das schnell über 10.000 Euro, die ein anderer für Sie abgeschrieben hat. Bei Elektroautos ist der Effekt oft noch größer, weil sie am Anfang stärker an Wert verlieren.
Jahreswagen oder klassischer Gebrauchter?
Das kommt auf Ihre Prioritäten an. Ein Jahreswagen ist teurer als ein sieben Jahre alter Gebrauchter, dafür bekommen Sie ein praktisch neues Auto mit aktueller Technik, modernen Assistenzsystemen und einer laufenden Garantie.
Einen Haken gibt es. Sie können die Ausstattung nicht selbst zusammenstellen, sondern nehmen den Wagen so, wie er konfiguriert wurde. Wer eine ganz bestimmte Kombination aus Farbe und Extras sucht, braucht etwas Geduld. Dafür ist ein Jahreswagen sofort verfügbar, ganz ohne die langen Lieferzeiten eines Neuwagens.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Ein Jahreswagen ist meist ein gutes Geschäft, ein paar Dinge sollten Sie trotzdem prüfen.
- Werfen Sie einen Blick in die Zulassungsbescheinigung. Wie viele Vorbesitzer, welche Nutzung? Ein gepflegtes Mitarbeiterfahrzeug ist etwas anderes als ein ehemaliger Mietwagen mit vielen Fahrern.
- Gleichen Sie die Ausstattung mit dem ursprünglichen Neupreis ab, damit Sie den echten Preisvorteil kennen.
- Prüfen Sie die Laufleistung anhand von Serviceheft und Rechnungen. Wie Sie einen gedrehten Tacho erkennen, lesen Sie in unserem Ratgeber zur Tachomanipulation.
Fragen Sie ruhig, warum das Auto schon nach einem Jahr wieder verkauft wird. Eine ehrliche Antwort schafft Vertrauen.
Wie viel Garantie bleibt übrig?
Die Herstellergarantie beginnt mit der Erstzulassung, nicht mit Ihrem Kauf. Beim Jahreswagen ist also rund ein Jahr bereits verbraucht. Bei deutschen Herstellern mit zwei Jahren Garantie bleibt Ihnen damit etwa ein Jahr, bei Marken wie Kia oder Hyundai mit deutlich längeren Garantien entsprechend mehr.
Die gute Nachricht ist, dass diese Garantie am Fahrzeug hängt und auf Sie übergeht. Dazu kommt die gesetzliche Sachmängelhaftung, für die wir beim Kauf im Autohaus als Händler geradestehen. Viele Hersteller bieten außerdem eine Anschlussgarantie an, mit der Sie den Schutz gegen Aufpreis verlängern.
Ihren Jahreswagen finden Sie bei uns
Bei uns stehen regelmäßig junge Gebrauchte und Jahreswagen auf dem Hof, geprüft und mit klarer Historie. Schauen Sie einfach in unseren Fahrzeugbestand, ob Ihr Wunschmodell dabei ist. Die passende Finanzierung stellen wir auf Wunsch gleich mit zusammen. Warum sich der Kauf bei uns lohnt, lesen Sie auf der Seite Warum Auto Naim.